Outdoor – Überleben in der Wildnis

Holz sammeln für UnterschlupfZwei Tage sollten es in den Ferien sein, in denen 25 Kinder sich in der „echten“ Wildnis zu Recht finden müssen.

Alle Kinder waren am Mittwochmorgen pünktlich in Hort, sodass unser Ausflug starten konnte. Der erste Tag brachte uns in den „Wilden Westen“ nach Radebeul. Im „Fort Henry“ zeigten uns die Bewohner der Westernstadt, was alles zum Überleben in der Wildnis gehört.

Einige Kinder bereiteten Butter zu, woraus schließlich ein Brotteig geknetet wurde. Das Brot wurde auch gebacken und zum Mittag gegessen.

Bau einer NotbehausungDie zweite Gruppe machte sich auf die Suche nach Feuerholz, denn ohne Feuer hätte es kein Mittagessen gegeben. Es wurde auch gezeigt, wie man Feuer mit Hilfe von Feuerstein und Eisen anzündet. Das Feuer nutzen wir zum Brot backen, Tee kochen und Knüppelkuchen machen. Die Hähnchenflügel und der Nachtisch wurden aber dann doch auf dem Grill gemacht.

Währenddessen erlernte die dritte Gruppe den Zeltbau. Dazu wurden große Äste mit einem Rindeisen entrindet und mit einer Zeltplane verschiedene Zelttypen gebaut.

In der Westernstadt gab es aber auch noch viele andere spannende Dinge zu entdecken – z.B. eine Goldwäsche, ein Sheriffsbüro mit Gefängnis, einen Saloon, ein Tipi und eine Schmiede, wo Herr Walter uns das Schmieden zeigte. Am Nachmittag mussten wir dann leider wieder zum Hort zurück.

Zubereitung von frischem PfefferminzteeAm nächsten Tag sollte es dann in die „Wildnis“ der Dresdner Heide gehen. Die Kinder fanden sich in kleinen Gruppen zusammen und erhielten eine Landkarte der Umgebung. Mit Kompass und Karte mussten wir uns den Weg aber erst suchen, denn auf kleinen Zettel waren als Wegbeschreibung nur sehr merkwürdige Notizen, wie „wir folgen den Seitenpfad in Richtung 110° Ost“ vermerkt. Aber schnell hatten alle Gruppen herausgefunden, wie man sich so zurechtfinden kann.

Mitten im Wald bauten wir gemeinsam mit den Erziehern und Herrn Fau einen Unterschlupf – diesmal aber ohne Zeltplane.Knüppelkuchen am Lagerfeuer

An einer sandigen Stelle bauten wir eine kleine Fallgrube – wir haben sie aber am Schluss wieder zugeschüttet, damit kein Unfall passiert.

Am Kretschelteich könnten wir noch erfahren, wie man sich ohne Kompass orientieren kann. Auch die Tierspuren konnten wir mit Bildkarten schnell den richtigen Waldbewohnern zuordnen, denn wer will schon plötzlich vor einem Wildschwein stehen, wenn er ein Häschen erwartet. Als Abschluss übten wir noch das Speerwerfen.

Alle Kinder haben sich sehr viel Mühe gegeben und waren mit großer Begeisterung dabei. Schade, dass die Tage so schnell zu Ende waren, denn die Kinder waren sich einige, dass dieses Projekt gern noch länger hatte gehen können.